Bundestag, sag JA! Piraten begrüssen Merkels Kehrtwende zur „Ehe für Alle“

Bundestag, sag JA! Piraten begrüssen Merkels Kehrtwende zur „Ehe für Alle“

Bundeskanzlerin Angela Merkel überraschte am gestrigen Montagabend mit einer Meinungsänderung zur „Ehe für Alle“. Laut mehrerer Medien-Berichte brachte ein einschneidendes Erlebnis in ihrem…

Die Homo-Ehe ist nicht genug

Die Homo-Ehe ist nicht genug

Wer die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare fordert, gilt als progressiv, wer gegen diese „Ehegerechtigkeit“ ist, als konservativ. Zwar besteht Einigkeit, dass die Beschränkung der Ehe auf ein heterosexuelles Paar eine konservative Haltung widerspiegelt, die Übertragung dieses Lebensentwurfs auf Schwule und Lesben ist damit aber noch lange nicht progressiv. Weiterlesen

Ehe für alle: CDU kann von den Iren lernen

Ehe für alle: CDU kann von den Iren lernen

(CC-BY-SA) rt69 on flickr.com (Queereaster)

Der, am letzten Wochenende in Irland durchgeführte Bürgerentscheid zur Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare, hat zu einem für viele überraschenden Ergebnis geführt. Mit einer klaren Pro-Entscheidung sprachen sich die teilnehmenden irischen Bürger für eine Gleichstellung dieser Paare mit der traditionellen Ehe aus. Diese Entscheidung hat auch in Deutschland zu einer breiten Diskussion geführt. In der SPD, bei den Grünen und in der Linkspartei finden sich positive Stimmen. Die Union tut sich auch diesmal wieder schwer, ihrer üblichen, mantraartig vorgetragenen Verteidigung der traditionellen Ehe eine modernere Variante der Definition hinzuzufügen. Die harte Haltung der CDU/CSU gegenüber der Ehe für alle erfuhr durch das eindeutige Votum Irlands einen Abgleich mit der modernen Lebenswirklichkeit. Obwohl es auch in der Union Stimmen gibt, die nun für die völlige Gleichstellung gleichgeschlechtlich Liebender plädieren, wollen CDU und CSU auf der im Koalitionsvertrag festgelegten Position beharren, nach der die Ehe ausschließlich heterosexuellen Paaren offensteht. Hier ist das katholisch-konservative Irland also eindeutig weiter als die CDU. Auch Thomas Strobl, stellvertretender Vorsitzender der CDU und Vertreter des konservativen Flügels in der Union, verweigert sich diesem gesellschaftlichen Wandel und lehnt eine Neubewertung des Themas in der laufenden Legislaturperiode ab. Wechselnde Mehrheiten, wie auch eine Freigabe der Abstimmung (Gewissensentscheidung) für die Abgeordneten, kommen für ihn nicht in Frage. Thomas Strobl und die Union zeigen sich in dieser Frage unfähig, die Anforderungen einer modernen Familienpolitik angemessen mit einer offenen Diskussion zu beantworten. Stattdessen will Strobl lieber die Punkte des Koalitionsvertrages buchstabengetreu und einen nach dem anderen abarbeiten. Wo flexibles Handeln nötig wäre, wird in Buchhaltermanier gehandelt, die Lebenswirklichkeit von heute wird schlicht ignoriert. Kristos Thingilouthis, politischer Geschäftsführer der Piratenpartei Deutschland, meint hierzu: »Das, liebe CDU, ist eine Politik aus den Fünfzigerjahren, keine des 21. Jahrhunderts. Hier wird wieder einmal eine Chance vertan. An alle Besitzstandswahrer in der Union: Mit einer Gleichstellung der gleichgeschlechtlichen Paare nimmt man den anderen nichts weg, sondern schafft eine vom Grundgesetz gewollte Gleichberechtigung. Beim Grundgesetz sind wir PIRATEN konservativ!«

Meine Ehe, Deine Ehe – Ehe ist doch nicht für alle da!

Zum gefühlten 1000sten Mal berät der Bundestag über die Gleichstellung von LGBTI und die Ehe für alle. Ein Thema, das für die Bevölkerung längst geklärt sein sollte, dem sich aber ein kleine Anti-Volkspartei entgegenstemmt. Weiterlesen